Archiv für Juli 2018

Hack Back! Interview mit Phineas Fisher

Über Hacken als Direkte Aktion gegen den Überwachungsstaat

Phineas Fisher ist die wohl berühmteste Hacker-Persönlichkeit und selbsternannte anarchistische Revolutionärin. Im Interview spricht sie über die Politik hinter ihren Angriffen auf die Überwachungsindustrie, die türkische Regierungspartei und die katalanische Polizei. Ein Rückblick auf die Heldentaten – und ihre ersten öffentlichen Statements seit angeblichen Verhaftungen.

Der Text und das Interview stammen von BlackBird, die Übersetzung von Leo Thüer für netzpolitik.org.

Hacken wird oft als etwas Technisches dargestellt, als einfache Frage von Angriff und Verteidigung. Viel entscheidender sind aber die Beweggründe dahinter. Ein und dieselbe Methode kann als Werkzeug der Unterdrückung oder als Waffe der Emanzipation dienen. In seiner reinsten Form geht es beim Hacken nicht um die Ingenieursarbeit. In erster Linie geht es darum, Technologie kurzzuschließen damit Machtdynamiken ausgehebelt werden. Es ist eine Direkte Aktion für die neue digitale Welt, in der wir alle leben.

Im Schatten des Techno-Imperiums wurde die Hackerszene zunehmend zum Ziel für Vereinnahmung und Unterwanderung. Aber der Untergrund kann nicht ausgerottet werden, hin und wieder durchbricht eine neue Aktion die Oberfläche. Einige der Hacker, die wir bewundern, sind Programmierer und bauen Werkzeuge zum Schutz von Privatsphäre und Anonymität. Andere Crews erstellen und vertreiben alternative Medien. Und dann gibt es die, die zurückhacken.

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