Seit Mitte der 1990er ist CrimethInc. eines der produktivsten und ambitioniertesten anarchistischen Projekte in Nordamerika. Mitwirkende sind für unzählige Touren und Aktionen kreuz und quer über den Kontinent gereist. Sie produzierten Bücher, Zeitungen und weitere Literatur (inklusive 650.000 Exemplare des Grundlagenwerkes „Fighting for our Lives“) und berichteten von den Fronten der Gipfelproteste, Riots, Anti-Repressions-Kampagnen und von anderen abenteuerlichen Experimenten.
Ständig umstritten, hat sich CrimethInc. den Zorn der traditionellen Linken und der Behörden verdient während sie die breite Öffentlichkeit stets herausgefordert haben.
In diesem Vortrag werden langjährige Mitwirkende diese Erfahrungen reflektieren, Material aus den verschiedenen Phasen der CrimethInc. Aktivitäten präsentieren und diskutieren wie sich der Kontext in den USA verschoben hat. Dabei wird versucht darzustellen, warum US-Anarchist_innen eine Entwicklung von der subkulturellen Rebellion hin zu einem generellen Aufstand durchzogen haben – um schließlich Hypothesen aufzustellen, was die Zukunft bringen kann.
Wir freuen uns auf lebhafte Gespräche mit euch.
(Der Vortrag wird auf englisch gehalten, ein Mensch von der bm-crew (Herausgeber_innen des Buches „Message in a Bottle. CrimethInc. Communqiués 1996-2011) wird dabei sein und sich bei Bedarf mit Menschen, die wenig englisch verstehen, an den Rand setzen und „tuschelnd“ Verständnishilfe geben)
Dates:
2.10. – Bitterfeld (Infoladen „von unten“)
3.10. – Salzburg (INFOladen Epizentrum)
4.10. – Zagreb (infoshop Pippilotta)
5.10. – Zrenjanin (Anarchist Bookfair)
6.10. – Zrenjanin (Anarchist Bookfair)
8.10. – Wien (Das Bäckerei)
9.10. – Linz (AZ Linz)
10.10. – München (Kafe Marat)
11.10. – Zürich (Autonomer Beauty Salon)
12.10. – Basel (Infoladen Magazin)
13.10. – Winterthur (Infoladen Rabia)
14.10. – Karlsruhe (Viki)
15.10. – Nürnberg
16.10. – Leipzig (Gieszer Lesecafe)
17.10. – Münster (SpecOps)
18.10. – Düsseldorf (Linkes Zentrum Hinterhof)
19.10. – Amsterdam (vrankrijk)
20.10. – Brüssel (Acrata)
21.10. – Bremen (Infoladen)
22.10. – Göttingen (Flaming Star)
23.10. – Braunschweig (Nexus)
24.10. – Magdeburg (Libertäres Zentrum)
25.10. – Rostock (Cafe Median)
26.10. – Greifswald (ikuwo)
27.10. – Hamburg (LIZ)
28.10. – Flensburg (Infoladen Subtilus)
31.10. – Stockholm
01.11. – Stockholm
05.11. – Tampere
06.11. – Tampere
07.11. – Jyvaskyla (Vakiopaine)
08.11. – Turku
09.11. – Helsinki (University)
14.11. – Oslo
16.11. – Aalborg (1000Fryd)
18.11. – Potsdam (Buchladen Sputnik)
19.11. – Berlin (Laidak)
20.11. – Berlin (Tempest Library)
23.11. – Witzenhausen (Internationaler Studentenclub)
24.11. – Ludwigsburg (DemoZ)
25.11. – Freiburg (KTS)
26.11. – St. Ingbert (JUZ)

Wie kann es sein, dass eine Veranstaltung in Münster, nicht in einem der Läden stattfindet die einen libertären bzw. wenigstens emanzipatorischen Anspruch an sich haben (Krachz, Baracke o.ä.), sondern ausgerechnet im SpecOps, wo sich die neue „alternative“ Konsumjugend trifft und sich vom Thekenpersonal bedienen lässt, anstatt sich selber zu organisieren?
Widerspüchlicher geht es nicht!
!
So widersprüchlich ist das gar nicht.
Gerade die ‚neue „alternative“ Konsumjugend‘ sollte zu solchen Veranstaltungen gehen, damit sie überhaupt mal in Berührung mit solchen Themen kommt. Oder… damit die Berührung damit ggf. intensiviert werden kann.
Interessanter Gedanke!
Allerdings wird das, was im SpecOps geboten wird von eben“ dieser“ Jugend schon als gegebene Alternative betrachtet, sie verschleiert jedoch dahinter den Konsum Gedanken, denn Selbstorganisation ist dort insofern nicht möglich als dass die inneren und äußeren Rahmenbedingungen schon von dem geprägt sind, was sie eigentlich kritisieren. Soll heißen, Bevormundung durch Hirarchie, kapitalistische wirtschaftsstruktur („Ausbeutung“ der Thekenkräfte) und somit ein verfälschter emanzipatorischer Gedanke, der dadurch weiter getragen wird, dass er von Crimethink unterstützt wird. Wenn dies in dem Vortrag dargestellt und kritisiert würde könnte ich mich damit abfinden. Ich denke wenn es in MS keine Räumlichen Alternativen gäbe könnte man auf das SpecOps zurückgreifen. Deinem Argument zufolge, wäre es wohl am „Sinnvollsten“ die Veranstaltung in den Plan B oder in eine sonstige X beliebige Kneipe zu verlegen, damit möglichst viele Leute mit dem Thema in verbindung kommen. Eine Loslösung von etablierten Strukturen ist so nie möglich.
damit direkt die Veranstalter „anzugreifen“ wäre nicht Sinnvoll, wenn Diese kein Hintergrundwissen über diese alternative Kneipe (SpecOps) und von den Gegebenheiten die du Vorwirfst/Beobachtest hat.. bei einer „Tour“ in vielen anderen linken/anarchistischen Veranstaltungsorten vllt einleuchtend. Ebensowenig weisst du vllt auch nicht (?) die Hintergrundsituation der Veranstalter, vllt hatten die anderen Kneipen keinen freien Termin, Platzmangel etc und man möchte die Veranstaltung dennoch in dieser Stadt stattfinden lassen.
)
Da ich dich nicht kenne und auch nicht dieses SpecOp, kann ich es nicht beurteilen wie „schlimm“ die Situation in dieser Kneipe und die Besucher dieser sind.
Ja und es ist wirklich Schade wie häufig Konsumkids den Begriff „Alternative“ für sich beanspruchen und Selbstorganisation klein geschreiben wird.
(wobei ich jetzt die Tätigkeit als Thekenkräfte in alternativen Strukturen nicht als Ausbeuterisch bezeichnen würde, aber weiss ja nich wie du das meinst oder was in dem Laden abgeht, vllt meinste damit es sind halt Angestellte die ihren Job machen und keine Freiwilligen dies hauptsächlich der Sache wegen machen.
Und Loslösung von etablierten Strukturen kann auch durch „Unterwanderung“ von statten gehen
Ansonsten an die Veranstalter:
Schönes Ding was ihr da macht!
Hab von dieser Seite heute durch einen Aufkleber in Berlin erfahren
keep on