Was nähert ihr euch, schwankende Gestalten!

Ich trete aus meinem Schatten hinaus in die Anonymität der Dunkelheit und treffe mich mit meinem vernachlässigtem ich. Die Nacht ist unser, denke ich mir, den wilden Wald betrachtend, der ungebändigt, frei von Evolution, unter dem endlosen, alle Antworten bergenden Sternenhimmel zu mir lautlos schreit – unser und den Katzen. Wenn wir doch nur die Stimmen erhören würden, sie flehen und jammern zu uns, wie jene Katzen, die derweil den Grabgesang singen. Die Nacht birgt Perfektion, Schönheit, Vollkommenheit. Wenn sie dir wieder von Utopia erzählen wollen, nimm sie mit und führe sie zu dem Platz im Hier und Jetzt, der täglich mit dem Untergang der Sonne (und der Maschinen) am Horizont reift. Dann laß das Lied der Katzen ihr taubes Gehör zerspringen, damit sie erlöst werden vom Fluch der neuen alten Welt. Und sobald die ersten Motoren das Paradies verschlingen, werden wir den Garten freiwillig verlassen, um unsere Betten in mitten der Wälder aufzuschlagen: es ist ein Kampf der Nachtmenschen gegen die Vampire des Lichts und die Waffen gedeihen in unseren Herzen.

- Heiko B. aka „T. Atman Search“ – an ascetic hedonist