Es gibt einen Unterschied zwischen Leben und Überleben!

Diese Welt, die so genannte „wirkliche Welt“ ist nur eine Fassade. Zieh den Vorhang zur Seite und du wirst merken, dass die Bibliotheken voller AusreißerInnen sind, die Romane schreiben, dass sich auf den Autobahnen lauter Flüchtende und SympathisantInnen tummeln, dass all die SekretärInnen und vernünftigen Eltern an ihren Ketten zerren und nach einer Chance suchen, um zu zeigen, wie lebendig sie noch sind… Und all das Geschwätz über „Sachlichkeit“ und „Verantwortung“ ist nur eine Drohung und ein Bluff, damit wir nicht wagen unsere Hände nach der anderen Welt auszustrecken, die so nah vor uns liegt.

Es gibt einen Unterschied zwischen Leben und Überleben.

Was auch immer die Medizin uns vermitteln will… Es gibt einen Unterschied zwischen dem Leben und dem Überleben. Man braucht mehr als einen Herzschlag und ein funktionsfähiges Gehirn um am Leben zu sein. Lebendig zu sein, am Leben zu sein, ist etwas viel tiefgreifenderes und herrlicheres als biochemische Reaktionen. Die medizinischen Apparate messen unseren Blutdruck und unsere Körpertemperatur, aber sie übersehen unsere Lüste, Leidenschaften und unsere Liebe. All die Dinge die unserem Leben Bedeutung ein hauchen. Um diesem unserem Leben wieder einen Sinn zu geben, um ihm das größtmögliche abzuverlangen, müssen wir das Leben ganz neu bestimmen. Wir müssen uns befreien von seinen bloßen klinischen Definitionen und uns solchen Begriffsbestimmungen zuwenden, die mehr mit dem zu tun haben, was wir tatsächlich fühlen.

Wo wir gerade dabei sind: Wie viel Lebendiges spüren wir eigentlich in unserem Leben? Wie oft wachst du morgens auf und fühlst dich wirklich befreit? Fühlst die Aufregung, am Leben zu sein und kannst es kaum erwarten die Erfahrungen eines neuen Tages zu machen? Wie oft schläfst du nachts selbst verwirklicht und befriedigt ein, wenn du an die Ereignisse des vergangenen Tages denkst? Viele von uns glauben, dass bereits alles schon ohne uns entschieden worden ist, so als ob das Leben nicht ein kreativer Akt ist, sondern etwas, dass mit uns passiert. Genau das bedeutet eben nicht am Leben zu sein. Das bedeutet bloßes Überleben. Das bedeutet ein Zombie zu sein. Und so haben wir uns unsere eigenen Leichenhäuser geschaffen, in den Büroräumen, den Videospielen, den Einkaufshäusern, den Fabriken und vor der Glotze. Natürlich fürchten Hausfrauen und kleinbürgerliche Angestellte das Risiko und die Veränderung wie den Tod. Sie können sich nicht vorstellen, dass es etwas anderes gibt, das Bedeutung haben kann, als ihre materielle Sicherheit. Ihre Herzen mögen noch schlagen, aber sie glauben nicht mehr länger an ihre Träume, geschweige denn daran ihnen nachzujagen. Sie haben ihren eigenen Sarg geschaffen. Sie nennen ihn Büro- oder Fernsehsessel.

Aber in einigen von uns brennt noch ein Lebensfeuer. Sie fangen an ihren Träumen nachzugehen und ihre alten Alltagsmuster zu durchbrechen. Sie kümmern sich um das, was sie lieben (und darum, in diesem Prozess das zu entdecken, was sie hassen). Sie beginnen zu träumen, die Dinge um sie herum in Frage zu stellen und außerhalb der Grenzen von Routine und Vorschriften zu handeln. Andere sehen ihnen dabei zu, sehen Leute, die es wagen, kreativer, abenteuerlicher, freizügiger und fordernder zu leben, als sie es jemals für möglich gehalten haben und werden sich ihnen nach und nach anschließen. Das wird der Anfang der Umwälzung sein. Wenn einmal genug Menschen diese Art zu leben in sich aufgenommen haben, dann ist eine kritische Masse entstanden und die Gesellschaft wird sich von selbst ändern. Von diesem Moment an wird sich die Welt umwandeln: Von dem angst einflößenden und entfremdeten Ort wie sie jetzt ist zu einem Ort voller Möglichkeiten, an dem wir unser Leben in den eigenen Händen nehmen und unsere Träume Wirklichkeit werden lassen.

Also mach das, was du tatsächlich mit deinem Leben machen willst, was auch immer es ist! Aber um sicher zu sein, dass du auch das bekommst, was du willst, denke zuerst genau darüber nach, was es wirklich ist und wie du es bekommen willst. Analysiere die Welt um dich herum und du wirst herausfinden welche Menschen und Kräfte gegen deine Wünsche arbeiten und welche auf deiner Seite stehen… Und wie du mit uns zusammenarbeiten kannst. Wir sind hier draußen, erleben das Leben in vollen Zügen und warten auf dich… Wir fahren schwarz in Güterzügen durch Amerika. Wir organisieren den Widerstand in den französischen Schulen. Wir schreiben wundervolle Briefe bei Sonnenaufgang in Bangkok. Wir tanzen zur Musik der klirrenden Scheiben multinationaler Konzerne. Wir lieben uns auf der Toilette deiner Firma und haben uns gerade davon geschlichen, als du zu deiner Mittagspause wieder zurück kommst.

Das Leben wartet mit uns auf dich. Auf den Gipfeln von unbestiegenen Bergen, im Rauch von Lagerfeuern und brennenden Gebäuden, in den Armen von Geliebten, die unsere Welt komplett umkehren. Komm schon! Schließ dich uns an!

Tod oder Leben? Du hast die Wahl!

(Übersetzt von Arsen 13)


3 Antworten auf „Es gibt einen Unterschied zwischen Leben und Überleben!“


  1. 1 Jazariel 20. Juni 2010 um 19:02 Uhr

    Sehr schöner Text!

  2. 2 Peyton 10. März 2011 um 16:32 Uhr

    Es gibt einen unterschied zwischen leben und ueberleben.. Bang-up :)

  3. 3 Anonymica 30. Januar 2012 um 17:56 Uhr

    Die Sehnsucht im „Alltäglichen“.

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